IVF Zentren Prof. Zech - Salzburg

Eizellspende in Österreich

Kinderwunschbehandlung mit Eizellspende in Österreich

Was Eizell-Spenderinnen und Empfängerinnen wissen müssen:

  • Eine Eizell-Spenderin muss das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • Die gesetzlich vorgeschriebene Altersgrenze für eine Eizell-Spenderin liegt bei 30 Jahren, für eine Eizell-Empfängerin bei 45 Jahren.
  • Eine Eizell-Spenderin darf ihre Eizellen nur an EINE Krankenanstalt abgeben
  • Die Eizellen dürfen pro Spenderin für max. drei erfolgreiche Behandlungen mit Geburten zur Verfügung gestellt werden
  • Die Identifikation/Zuteilung einer passenden Spenderin erfolgt durch das Kinderwunsch-Zentrum.
  • Es besteht eine Anonymität zwischen Spenderin und Empfängerin. Die Spenderin und das Kinderwunschpaar haben keinen Zugang zu den jeweiligen Daten.
  • Das Kind, welches mit den gespendeten Eizellen gezeugt wurde, hat mit dem vollendeten 14. Lebensjahr das Recht, Informationen über die Spenderin zu erlangen. Das Kinderwunsch-Zentrum, in dem die Behandlung durchgeführt wurde, ist hierbei in der Auskunftspflicht.

→ siehe auch: "Änderungen im Fortpflanzungsmedizingesetz – Neue Behandlungsmöglichkeiten in Österreich"

Ablauf einer Kinderwunschbehandlung mit Eizellspende in den IVF Zentren Prof. Zech Bregenz und Salzburg

Bei jeder Behandlung in den IVF Zentren Prof. Zech sind neben der Beachtung der gesetzlichen Vorgaben und Wahrung ethischer sowie medizinischer Grundsätze immer das Patientenwohl und die Gesundheit aller Beteiligter im Mittelpunkt.

Die Chancen auf eine Schwangerschaft mit gespendeten Eizellen sind sehr gut, wenn die Behandlungsweise hohen medizinischen Standards entspricht und durch ein erfahrenes Team erfolgt. Dazu gehört der Einsatz moderner Labortechniken, wie z.B.:

  • IMSI - "Intrazytoplasmisch Morphologisch Selektierte Spermieninjektion"
  • Auswahl der Embryonen im Blastozystenstadium
  • genetische Analysen (z.B. Prä-Implantations-Diagnostik)
  • sichere Tiefgefriertechnik/Vitrifikation (z.B. bei Kryo-Zyklus)

In Verbindung mit optimierten Kultur- und Embryo-Transfertechniken können damit sehr gute Bedingungen geschaffen werden, um ungewollt kinderlosen Paaren den sehnlichsten Wunsch nach einem eigenen Kind erfüllen zu können.

Ablauf für die Eizell-SPENDERIN

1. Erstgespräch

Analyse der Befunde der potentiellen Eizell-Spenderin mit dem behandelnden Arzt, detaillierte gynäkologische und Ultraschall-Untersuchung, Besprechung der gesetzlichen Bestimmungen, Risiken, Ablauf und Dauer der Behandlung.

In den IVF Zentren Prof. Zech-Bregenz u. Salzburg gelten u.a. folgende Voraussetzungen für eine Eizell-Spenderin:

  • Abklärung auf Gesundheit durch Mediziner und Genetiker inkl. gynäkologischer und hormoneller Untersuchung
  • Serologische Blutuntersuchung (Anti-HIV-1,2, HBsAG, Anti-HBc, Anti-HCV-Ab, Lues, Röteln, Chlamydien)
  • Karyotyp (Chromosomen)
  • Ausschluss einer Zystischen Fibrose (Mukoviszidose)

Äußere Merkmale, wie Haut-, Haar- und Augenfarbe, aber auch Größe und Gewicht, Blutgruppe und Rhesusfaktor werden dokumentiert und bei der Auswahl der Spenderin berücksichtigt. Außerdem werden die persönlichen und familiären Umstände mittels Fragebogen erfasst, um sich ein Gesamtbild der Spenderin machen zu können.

All diese Werte werden von Fachärzten analysiert, welche schließlich die Entscheidung treffen, ob die Spenderin geeignet ist. Ist dies der Fall, folgt der Behandlungsbeginn mit der hormonellen Stimulation.

2. Hormonelle Stimulation (Follikel-Stimulation)

Mittels verabreichten Hormonspritzen werden die Eierstöcke der Spenderin stimuliert, um mehrere Follikel (Eibläschen in denen sich die Eizellen befinden) heranwachsen zu lassen. Die Stimulation der Eizell-Spenderin wird behutsam und schonend vorgenommen. Per Ultraschall und Blutuntersuchungen wird das Wachstum der Follikel ständig kontrolliert. Damit ist gewährleistet, dass die Spenderin keine über die Norm gehenden Risiken bezüglich einer Überstimulation hat.

3. Eizellentnahme (Follikel-Punktion)

Das Absaugen der Eibläschen / Follikel erfolgt heute mit Hilfe modernster Ultraschalltechnik fast ausschließlich durch die Scheide. Mit einer Vaginalsonde werden die Follikel dargestellt. Entlang einer eingeblendeten Führungslinie wird die Nadel durch die Scheide direkt in das Eibläschen eingeführt und die Follikelflüssigkeit sowie die Eizelle abgesaugt. Dies geschieht in einem leichten Schlafzustand (Sedoanalgesie).

Ablauf für die Eizell-EMPFÄNGERIN

1. Erstgespräch

Analyse der Befunde des Kinderwunschpaares und der Eizell-Spenderin mit dem behandelnden Arzt, detaillierte gynäkologische und Ultraschall-Untersuchung, Besprechung der gesetzlichen Bestimmungen, Risiken, Kosten, Ablauf und Dauer der Behandlung.

2. Zuteilung potentieller Spenderinnen

Die Identifikation/Zuteilung einer passenden Spenderin wird anhand phänotypischer Merkmale (Körpergröße, Körpergewicht, Haarfarbe, Augenfarbe, Blutgruppe etc.) durchgeführt. Nach der entsprechenden medizinischen Abklärung, kann die Eizell-Spenderin auch aus dem familiären Umfeld oder Bekanntenkreis der Eizell-Empfängerin stammen. (siehe Voraussetzungen für eine Eizell-Spenderin)

3. Aufbau der Gebärmutterschleimhaut der Eizell-Empfängerin durch entsprechende Medikation

Abhängig von der individuellen Situation der Empfängerin wird die Schleimhaut mit einer Östrogen- und Progesteron-Kombination aufgebaut.

4. Samenabgabe des Partners der Eizell-Empfängerin

Die Samenabgabe erfolgt üblicherweise durch Masturbation (unter hygienischen Bedingungen, entweder im IVF-Zentrum in den entsprechenden Klinikräumen oder zuhause – max. Zeitspanne von 2 Stunden zwischen Ejakulation und Abgabe der Samenprobe im IVF-Zentrum).

5. Befruchtung der Spender-Eizellen (ICSI/IMSI)

Nach einer genauen Analyse der Spermien mittels IMSI-Technik, werden die besten Samenzellen ausgewählt und mit einer sehr feinen Nadel jeweils in eine Eizelle injiziert. Danach werden die Embryonen im Brutschrank fünf Tage „kultiviert“, bis diese in deren Entwicklung, das sogenannte Blastozystenstadium erreicht haben. Diejenigen Blastozysten, welche ein hohes Einnistungspotential aufweisen, werden für den Transfer ausgewählt (Blastozystenselektion).

6. Ultraschalluntersuchung

Die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut zum Embryotransfer wird mittels Ultraschall überprüft, um jenen Zeitpunkt festzulegen, welcher die Voraussetzung für eine Einnistung bestmöglich erfüllt.

7. Embryotransfer

Mit einem dünnen, biegsamen Katheter wird der/die Embryo/nen (Transfer von max. zwei Embryonen) durch die Scheide und den Muttermund vorsichtig in den Uterus eingespült. Dies geschieht am 5. Tag der Embryonalentwicklung.

Synchronisation Eizell-Spenderin/Empfängerin

Für eine optimale Synchronisation zwischen der Stimulationsphase der Eizell-Spenderin mit abschließender Follikel-Punktion und der Vorbereitung der Eizell-Empfängerin für den Embryotransfer, bedarf es einer individuellen Vorgehensweise. Die entsprechende Behandlung (Frisch-Zyklus / Kryo-Zyklus) wird auf die jeweilige Situation des Kinderwunschpaares abgestimmt.

Frisch-Zyklus

Die Eizellen der Spenderin werden im Anschluss an die Punktion mit den Spermien des Partners der Eizell-Empfängerin zusammengeführt (IVF – In-Vitro-Fertilisierung). Nach der Befruchtung werden die Embryonen im Brutschrank für fünf Tage in ein spezielles Kultur-Medium gegeben, bis jene in deren Entwicklung, das sogenannte Blastozystenstadium erreicht haben. Dann erfolgt der Embryotransfer (max. 2 Embryonen), was auch jenem Zeitpunkt entspricht, an dem ein Embryo bei natürlicher Fortpflanzung vom Eileiter in die Gebärmutter gewandert ist und sich dann einnistet.

Kryo-Zyklus

Wird u.a. angewendet, wenn der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut der Eizell-Empfängerin länger dauert, als die zu transferierenden Embryonen in Kultur gehalten werden können. Die Tag 5 Embryonen werden tiefgefroren, und nach der optimalen Vorbereitung des Endometriums aufgetaut und transferiert (max. 2 Embryonen). Nach heutigem Stand der Medizin, hat das primäre Tiefgefrieren von Gameten (Samen, Eizellen, Embryonen) mit modernsten Techniken (z.B. Vitrifikation), nach dem Auftauen, keinen Einfluss auf die Embryonal-Entwicklung und die anschließende Schwangerschaft.

 

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